03.04.2019

Vortrag von Klaus Gietinger in der Kulturschmiede: Revolution 1918/19, demokratische Verfassung und die Auswirkungen bis heute

In vielen deutschen Städten gibt es eine Friedrich-Ebert-Straße, so auch in Greven. Aber wir wissen heute nur noch wenig über den ersten deutschen Präsidenten und andere politische Akteure aus der Revolutionszeit 1918/19 und den Anfängen der Weimarer Republik. Der Autor und Regisseur Klaus Gietinger berichtete über diese Zeit in einem fundierten und lebendigen Vortrag am vergangenen Mittwoch in der Kulturschmiede auf Einladung des Kreisverbands Steinfurt und des Grevener Ortsverbands der Grünen.

Mit dem ersten Weltkrieg endete offiziell die Monarchie. Aber die blutige Niederschlagung der sich anschließenden revolutionären Bewegungen und die Konservierung alter Machtverhältnisse bildeten von Beginn an das brüchige Fundament der Weimarer Republik. Diese Geburtsfehler der ersten deutschen Demokratie waren später mitverantwortlich für den Aufstieg der Nationalsozialisten. Im Anschluss an den Vortrag beantwortete Gietinger Fragen der Zuhörerinnen und Zuhörer und diskutierte mit ihnen über aktuelle politische Fragen. Dabei wurde einmal mehr deutlich: Die Demokratie ist auch heute alles andere als selbstverständlich.

Zur Person: Klaus Gietinger, geb. 1955, Sozialwissenschaftler, Drehbuchautor und Regisseur. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher u.a. „Eine Leiche im Landwehrkanal. Die Ermordung Rosa Luxemburgs“ (2009) und „Der Konterrevolutionär Waldemar Pabst – eine deutsche Karriere“ (2009) sowie zahlreiche Dokumentar- und Fernsehspiele. Für den Dokumentarfilm „Wie starb Benno Ohnesorg – Der 2. Juni 1967“ wurden er und Margot Overath für den Grimme-Preis 2018 nominiert. Zudem schrieb und inszenierte er diverse Tatortfilme und Folgen für die Kinderserie „Löwenzahn“.

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