Grüne Ratsfraktion stellt Anfrage an die Stadtverwaltung – Sicherheit auf dem Schulgelände muss oberste Priorität haben
Nach dem erneuten Fund einer Weltkriegsgranate auf dem Gelände der Martinischule fordert die Ratsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Aufklärung durch die Stadtverwaltung. Mit sechs konkreten Fragen wendet sich die Fraktion an die Stadtverwaltung und erwartet Antworten in der Ratssitzung am 04. November.
Bereits 2022 war bei Bauarbeiten auf dem Schulgelände eine Panzergranate entdeckt worden. Am vergangenen Samstag stießen Mitglieder des Fördervereins bei Arbeiten für einen neuen Sandkasten erneut auf einen Blindgänger. Die Granate wurde am Sonntag kontrolliert gesprengt.
„Wenn auf einem Schulgelände innerhalb von vier Jahren gleich zweimal eine Weltkriegsgranate gefunden wird, macht uns das große Sorgen. Die Sicherheit der Kinder und aller Menschen, die sich dort aufhalten, muss oberste Priorität haben“, betont Rita Zimmermann, Mitglied des Schulausschusses für die Grünen.
Im Mittelpunkt der Anfrage steht die Frage, welche Konsequenzen aus dem ersten Fund im Jahr 2022 gezogen wurden. Die Grünen wollen wissen, ob das Gelände damals und vor den jüngsten Arbeiten auf weitere Kampfmittel untersucht wurde. Zudem fragen sie, ob die Stadt die Arbeiten freigegeben hat und ob angesichts des erneuten Funds zusätzliche Sicherheitsüberprüfungen geplant sind.
Darüber hinaus bittet die Fraktion um eine genaue Darstellung der zeitlichen Abläufe nach dem Fund. Die bisherigen öffentlichen Informationen zur Alarmierung und Meldekette lassen aus Sicht der Grünen noch Fragen offen. Nach Informationen der Fraktion wurde die Granate bereits am frühen Samstagnachmittag entdeckt, sodass bis zur Dämmerung noch Zeit für mögliche Maßnahmen blieb. Deshalb möchte die Fraktion nachvollziehen können, wann welche Stellen informiert wurden und wie die weiteren Schritte abliefen.
Ausdrücklich bedanken sich die Grünen bei allen Einsatzkräften und Ehrenamtlichen, die an der Sicherung und Beseitigung der Granate beteiligt waren. „Was die zahlreichen haupt- und ehrenamtlichen Helfer*innen an diesem Wochenende geleistet haben, verdient großen Respekt. Ob bei der nächtlichen Sicherung, den Absperrungen, der Betreuung der Anwohner oder der Kampfmittelbeseitigung – dieser Einsatz für die Sicherheit unserer Stadt ist alles andere als selbstverständlich“, erklärt Thomas Hollstegge, Ratsmitglied der Grünen.
Abschließend wollen die Grünen grundsätzlich klären, welche Sicherheitsvorgaben bei Erdarbeiten auf städtischen Schulgeländen gelten.
„Ein Schulhof muss ein Ort sein, an dem Kinder unbeschwert spielen und sich alle sicher fühlen sollen. Deshalb müssen wir aus den beiden Funden die richtigen Konsequenzen ziehen und für größtmögliche Sicherheit sorgen“, so Rita Zimmermann.